Philosophie



Philosophie

Mir kommt es in erster Linie darauf an, die Berechtigung der Schulmedizin komplementär bzw. alternativ zu ergänzen.

Viele Menschen haben teils begründete, teils unbegründete Befürchtungen bezüglich einer Psychopharmakotherapie. Es gilt also zu klären, ob die Naturheilkunde eventuell ergänzend oder alternativ eingesetzt werden kann. Außerdem kann aus meiner Sicht auch die Psychotherapie von der Kombination herkömmlicher Verfahren mit neuen oder alternativen Ansätzen und von einer ganzheitlichen Sicht auf psychische Erkrankungen profitieren.

Manchmal müssen schwerwiegende Symptome zunächst dringend medikamentös behandelt werden, um überhaupt erst die Voraussetzung für die Bearbeitung der zugrundeliegenden Ursachen zu schaffen. Meiner Auffassung nach, sollte sich eine Behandlung aber über die Symptomatik selbst hinausbewegen.

Da jeder Mensch und jedes Problem im höchsten Maße individuell sind, bedarf es auch der unterschiedlichsten Ansätze, um das spezifische Problem ganzheitlich zu erfassen und zielführend zu behandeln. Milton Erickson sagte hierzu: „Jeder Mensch ist ein Individuum. Die Psychotherapie sollte deshalb so definiert werden, dass sie der Einzigartigkeit der Bedürfnisse eines Individuums gerecht wird, statt den Menschen so zurechtzustutzen, dass er in das Prokrustesbett* einer hypothetischen Theorie vom menschlichen Verhalten passt." Diese Intention, jedem individuell gerecht werden zu wollen, versuche auch ich in meiner Arbeit umzusetzen.

Ein wesentlicher Grundsatz meiner Behandlung ist es aber auch, Sie zur Selbsthilfe anzuleiten und Sie in Kontakt mit Ihrem inneren Arzt und Ihren Selbstheilungskräften zu bringen und Sie so wieder unabhängiger werden zu lassen.

Ich bin der Auffassung, dass Krankheiten nicht immer nur über uns kommen und uns hilflos zurücklassen. Störungen, Symptome, Krisen bzw. psychische Erkrankungen weisen uns auch oft darauf hin, dass etwas aus dem Lot geraten ist und dass wir etwas ändern oder über etwas nachdenken sollten. Manchmal ist ein bestimmtes Symptom sogar ein direkter Lösungsversuch, mit einem Problem umzugehen. Dieses Symptom wird von uns dann aber oft als das eigentliche Problem wahrgenommen. Ernest L. Rossi (Psychologe und Hypnotherapeut) und Milton Erickson (Psychiater und Hypnotherapeut) sagten dazu: „Die moderne psychosomatische Medizin ist grundsätzlich der Auffassung, dass Symptome Formen von Kommunikation sind. Als solche sind Symptome häufig wichtige Anzeichen oder Hinweise auf Entwicklungsprobleme, die im Begriff sind, ins Bewusstsein zu treten.“

Um die oft stigmatisierende Kategorisierung schulmedizinischer Diagnosen etwas zu relativieren, kann man auch systemische Betrachtungsweisen oder die Philosophie fernöstlicher Heilkunst hinzunehmen, welche Symptome wiederum als logische Konsequenz eines Ungleichgewichts im Energiehaushalt der 5 Elemente betrachtet, der wieder ausgeglichen werden muss.

Demnach versuche ich, ein Symptom aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und dann auch aus unterschiedlichen Richtungen ganzheitlich anzugehen.

* Als Prokrustesbett oder Bett des Prokrustes bezeichnet man redensartlich eine Form oder ein Schema, wohinein etwas gezwungen wird, das dort eigentlich nicht hineinpasst.


„Der Therapeut muss danach streben, für jeden Patienten eine neue Therapie zu kreieren.“
Irvin D. Yalom

Über mich

Im Rahmen einer Behandlung kommt es immer auch darauf an, dass Therapeut und Patient eine gemeinsame Ebene finden, auf der die Therapie aufbaut. Daher will ich mich Ihnen als Person kurz vorstellen:

Seit 2016 lebe ich mit meinem Mann, meinem Sohn und meinem Hund im 5-Seen-Land, welches ich wegen seiner landschaftlichen Schönheit und der vielen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung sehr zu schätzen weiß.
Vor der Familiengründung lebte und arbeitete ich als gebürtige Schwäbin in Stuttgart, wo nach dem Studium der Humanmedizin in Heidelberg, die Weiterbildung zur Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie erfolgte. Der psychotherapeutische Schwerpunkt lag im Rahmen der Facharztweiterbildung zunächst bei der kognitiven Verhaltenstherapie.

Die stationäre Arbeit und anschließende ambulante Praxistätigkeit, lehrte mich viel über die Individualität der Menschen und zeigte mir die Wirksamkeit aber auch die Grenzen der Schulmedizin auf. Über die Jahre entwickelte sich ein immer komplexeres Verständnis von psychischer Krankheit, deren Ursachen und Heilung. Neben den gängigen schulmedizinischen Methoden, eignete ich mir durch intensive Suche und Weiterbildung zahlreiche zusätzliche komplementäre bzw. naturheilkundliche Behandlungsmethoden an.
Eine privatärztliche Praxis ermöglicht es mir nun endlich, all diese verschiedenen Ansätze und Methoden ganzheitlich zu vereinen und den Patienten zugänglich zu machen.

Diese Arbeit mit den Menschen erlebe ich als sehr erfüllend.

Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.